Quelle: Vollmer, T.C., Koppen, G. (2010). Architectuur als tweede lichaam. Lay-out 11, 1-16
"Wie ist es möglich, dass architektonische Formen Ausdruck eines Seelischen, einer Stimmung sein können?", hinterfragte 1886 bereits einer der bedeutendsten Kunstwissenschaftler des 20sten Jahrhunderts, Heinrich Wölfflin in seinen Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur. Bis heute sind die Antworten auf diese Frage wissenschaftlich betrachtet äußerst ungenau und wenig nutzbar gemacht für die zentrale Aufgabe des Architekten: Den Entwurf.

Die wachsende Bedeutung des Einflusses von Architektur auf Stresserleben und Wohlbefinden des Menschen, die mit diesem zusammenhängende Gesundwerdung und Gesundheitserhaltung, ihrer Mess- und Beweisbarkeit, die sich im Begriff evidence based design spiegelt, sowie die Nutzung dieser Erkenntnisse im Entwurfsprozess erfordert langfristig eine systematische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den psycho-physiologische Qualitäten von Architektur. Dieser komplexen Herausforderung wird sich der Bereich Architekturpsychologie künftig stellen.

Neben Lehrforschungsprojekten bieten wir die Begleitung freier Masterarbeiten und Promotionen in diesem Themenfeld an.

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