Temporary International Criminal Court (ICC), Den Haag. Quelle: Rob 't Hart Photography
In Zukunft stehen wir vor einer der größten gesellschaftspolitischen, ökonomischen und ethischen Herausforderungen aller Zeiten: Einer Ressourcenkonsumierenden Bevölkerungsexplosion und versorgungsintensiven Überalterung. Eine Herausforderung, die alle denkenden und gestaltenden Disziplinen weltweit gleichermaßen fordert und nur im interdisziplinären Zusammenwirken gelöst werden kann.

Die Architektur wird dabei eine weit reichende Rolle spielen: Bauten des Gesundheitswesens werden mit neuen Wohnformen, Wohnformen mit neuen städtebaulichen Versorgungsstrukturen und Versorgungsstrukturen mit neuen präventionsorientierten Funktionen verschmelzen. Typologien, wie wir sie bis dato kennen, werden aussterben. Das Mitspracherecht von Nutzern, ihre Partizipation im Entwurfsprozess wird an Bedeutung zunehmen. Die Bedürfnisorientierung wird die Bedarfsorientierung ablösen. Beweisführungen aus dem evidence based design werden neue Entwurfsstandards definieren. Ein umfassendes Verständnis der Wechselwirkungen von Mensch und gebauter Umgebung wird maßgeblich zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen und Innovationen beitragen. Dem Architekten selbst wird dabei eine immer komplexer werdende Rolle zuteil, die fundierte Kenntnisse über die Psychologie des Menschen und methodische Fähigkeiten in diesem Bereich unabdingbar macht.

Der Grundstein zur Befähigung, eine solche Rolle erfolgreich auszufüllen, muss an einer Universität, sprich im Architekturstudium, gelegt werden. Mit diesem Ziel wurde der Bereich Architekturpsychologie am Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin eingerichtet. Mit diesem innovativen Bereich legt die TU Berlin europaweit neue Maßstäbe in der Entwurfslehre und -forschung.

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